fide-Test oder telc: Welche Deutschprüfung brauchen Sie?

Wenn Sie in der Schweiz ein offizielles Deutschzertifikat benötigen, sind Ihnen wahrscheinlich bereits zwei Bezeichnungen begegnet: der fide-Test und telc. Beide sind anerkannte, offizielle Prüfungen, doch sie sind nicht identisch und lassen sich nicht beliebig gegeneinander austauschen. Die kurze Antwort lautet: Der fide-Test deckt die Niveaustufen A1 bis B1 ab und wird vor allem für Schweizer Aufenthaltsbewilligungen und Einbürgerungsverfahren verwendet. Ein telc-Zertifikat ist von A1 bis C1 verfügbar und ist die richtige Wahl, wenn Sie einen Nachweis für Beruf, Studium oder berufliche Anerkennung benötigen oder wenn ein Sprachniveau über B1 verlangt wird. Welche Prüfung Sie tatsächlich ablegen müssen, hängt davon ab, was die zuständige Behörde, Ihr Arbeitgeber oder Ihre Bildungseinrichtung ausdrücklich verlangt. Klären Sie diese Anforderung daher vor der Anmeldung unbedingt im Detail.

Im Folgenden erfahren Sie, was die beiden Prüfungen auszeichnet, worin sie sich unterscheiden und wie Sie sich in Zürich gezielt darauf vorbereiten können.

Was ist der fide-Test?

Der fide-Test ist der schweizerische Sprachnachweis, der vom Staatssekretariat für Migration (SEM) anerkannt wird. Die meisten Teilnehmenden legen ihn für eine Aufenthaltsbewilligung oder für die Einbürgerung ab. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: einem mündlichen und einem schriftlichen. Der mündliche Teil dauert rund 40 Minuten, der schriftliche etwa 60 Minuten.

Der fide-Test wird in einer von zwei Niveaukombinationen abgelegt: entweder A1–A2 oder A2–B1. B1 ist die höchste Stufe, die Sie mit dieser Prüfung erreichen können. Wenn Sie ein Zertifikat oberhalb von B1 benötigen, ist der fide-Test nicht die passende Prüfung; in diesem Fall sollten Sie stattdessen eine telc-Prüfung ablegen.

Nach der Prüfung wird Ihnen Ihr Sprachenpass von fide per Post zugeschickt. Da der Test nicht vor Ort von uns bewertet werden, können wir keinen verbindlichen Termin für den Versand zusagen.

Die vollständige fide-Prüfung kostet CHF 250. Wenn Sie nur einen Teil benötigen, kostet der mündliche Teil CHF 170 und der schriftliche Teil CHF 120.

Was ist ein telc-Zertifikat?

Ein telc-Zertifikat ist über mehrere Niveaustufen hinweg erhältlich: von A1 für Anfängerinnen und Anfänger bis hin zu C1. Jede Prüfung umfasst vier Teile: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen.

Darüber hinaus gibt es spezialisierte telc-Prüfungen für Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Pflegefachpersonen und Betreuungskräfte absolvieren in der Regel telc Deutsch B1–B2 Pflege. Ärztinnen und Ärzte legen üblicherweise telc Deutsch B2–C1 Medizin ab. Diese Zertifikate sind häufig Voraussetzung, um sich für eine Tätigkeit im Schweizer Gesundheitswesen registrieren zu lassen und dort beruflich tätig zu sein.

Den Prüfungstermin für telc können Sie von Montag bis Freitag wählen. Die Prüfungsgebühr richtet sich nach dem Niveau. Als Richtwert gelten derzeit: A1 und A2 kosten CHF 185, B1 kostet CHF 265, B2 kostet CHF 325 und C1 kostet CHF 375. Die Fachprüfungen B1–B2 Pflege und B2–C1 Medizin kosten jeweils CHF 435. Für einige Niveaustufen wird ausserdem eine digitale Version angeboten. Da sich die Gebühren ändern können, empfiehlt es sich, den aktuellen Preis bei der Anmeldung noch einmal bestätigen zu lassen.

Der zentrale Unterschied

Der Unterschied lässt sich im Wesentlichen auf zwei Punkte zurückführen: die maximale Niveaustufe und den Verwendungszweck.

Der fide-Test reicht bis B1 und ist auf migrationsbezogene Anforderungen in der Schweiz ausgerichtet, etwa auf Aufenthaltsbewilligungen und Einbürgerungen. telc hingegen reicht bis C1 und deckt allgemeine, akademische und berufliche Anforderungen ab, einschliesslich spezialisierter Zertifikate für Pflege und Medizin.

Wenn für Ihren Antrag auf Aufenthaltsbewilligung oder Einbürgerung ausdrücklich der fide-Test verlangt wird, sollten Sie den fide-Test ablegen. Wenn Sie ein höheres Niveau, einen berufsspezifischen Nachweis oder ein bestimmtes telc-Zertifikat benötigen, ist telc die richtige Wahl. Falls Sie unsicher sind, sollten Sie die zuständige Behörde oder Ihren Arbeitgeber genau fragen, welches Zertifikat und welches Niveau akzeptiert werden. Wir können Ihnen erklären, wie die einzelnen Prüfungen aufgebaut sind; welche Anforderung in Ihrem konkreten Fall gilt, wird jedoch von der jeweiligen Stelle festgelegt, nicht von uns.

Vorbereitung in Zürich

Wir sind ein offizielles fide- und telc-Prüfungszentrum im Herzen von Zürich, an der Löwenstrasse 61, nur zwei Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das bedeutet: Sie können sich bei uns auf Ihre Prüfung vorbereiten und sie anschliessend am selben Ort ablegen.

Für die Vorbereitung stehen Ihnen bei uns zwei Wege offen.

Die Einzelvorbereitung wird individuell auf Sie zugeschnitten und ist mit einer Geld-zurück-Garantie verbunden. Wenn Sie an allen gemeinsam vereinbarten Lektionen teilnehmen, Ihre Hausaufgaben vollständig erledigen und die Prüfung am festgelegten Termin ablegen, erstatten wir Ihnen im Fall des Nichtbestehens die Vorbereitungskosten zurück. Die individuelle fide-Vorbereitung beginnt bei mindestens fünf Lektionen.

Für den fide-Test gibt es ausserdem einen Gruppen-Intensivkurs als schnellere und kostengünstigere Alternative. Dieser umfasst jedoch keine Garantie. (Intensivkurse werden ausschliesslich für den fide-Test angeboten.)

Wenn Sie ganz am Anfang stehen, empfiehlt es sich zunächst, einen Sprachkurs zu besuchen, um das benötigte Niveau zu erreichen, und sich erst danach gezielt auf die Prüfung vorzubereiten. Die Prüfung überprüft ein Niveau, das Sie bereits erarbeitet haben sollten; diese Reihenfolge bietet Ihnen die besten Erfolgsaussichten.

Anmeldung

Für den fide-Test sollten Sie sich mindestens 17 Tage vor Ihrem gewünschten Termin anmelden. Für telc ist ebenfalls eine frühzeitige Anmeldung erforderlich; die genaue Frist für Ihren Termin teilen wir Ihnen mit. In beiden Fällen ist Ihr Platz erst dann verbindlich reserviert, wenn die Zahlung eingegangen ist. Eine frühe Buchung erhöht daher Ihre Chancen auf den Wunschtermin.

Häufige Fragen

Geht der fide-Test über B1 hinaus?

Nein. Der fide-Test deckt ausschliesslich die Stufen A1 bis B1 ab, und zwar in den Kombinationen A1–A2 oder A2–B1. B1 ist die höchste erreichbare Stufe. Wenn Sie ein höheres Niveau nachweisen müssen, sollten Sie eine telc-Prüfung ablegen.

Welche Prüfung brauche ich für meine Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Einbürgerung?

In vielen Fällen wird dafür der fide-Test verlangt, doch die Anforderungen unterscheiden sich je nach Situation. Klären Sie deshalb mit der zuständigen Behörde genau, welche Prüfung und welches Niveau anerkannt werden, und legen Sie anschliessend die entsprechende Prüfung ab.

Welche telc-Prüfung legen Pflegefachpersonen und Ärztinnen oder Ärzte ab?

Pflegefachpersonen und Betreuungskräfte absolvieren in der Regel telc Deutsch B1–B2 Pflege. Ärztinnen und Ärzte legen üblicherweise telc Deutsch B2–C1 Medizin ab. Prüfen Sie die genaue Anforderung stets bei der Stelle, bei der Sie sich registrieren lassen möchten.

Wie viel kostet der fide-Test?

Der vollständige Test kostet CHF 250. Der mündliche Teil allein kostet CHF 170, der schriftliche Teil allein CHF 120.

Gibt es eine Geld-zurück-Garantie?

Ja, für die Einzelvorbereitung. Wenn Sie an allen vereinbarten Lektionen teilnehmen, Ihre Hausaufgaben erledigen und die Prüfung am festgelegten Termin ablegen, erstatten wir Ihnen im Fall des Nichtbestehens die Vorbereitungskosten zurück. Der fide-Intensivkurs in der Gruppe ist von dieser Garantie ausgenommen.

Wann erhalte ich mein fide-Ergebnis?

Ihr Sprachenpass wird Ihnen von fide per Post zugeschickt. Da wir die Prüfungen nicht selbst korrigieren, können wir keinen verbindlichen Zustellungstermin zusagen.

Noch unsicher, welche Prüfung Sie brauchen?

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Prüfung zu Ihrer Situation passt, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir besprechen Ihr Anliegen gerne mit Ihnen. Sowohl auf den fide-Test als auch auf telc-Prüfungen können Sie sich bei uns vorbereiten und beide Prüfungsformate an der Löwenstrasse 61 in Zürich ablegen.